Ausgabe April 2026
AUSZUG AUS DEM INHALT:
TITELTHEMA
Regelvielfalt beherrschen, Zollkosten steuern – Mit systematischem Compliance- und Abgabenmanagement Risiken nachhaltig reduzieren
Die regelbasierte globale Handelsordnung ist in den vergangenen Jahren erheblich unter Druck geraten. Regeln bestehen weiterhin, doch sie verändern sich schneller, werden selektiver angewendet und zunehmend für Zwecke genutzt, die weit über die reine Handelserleichterung hinausgehen. Die Handelspolitik ist zu einem Hebel geworden, um umfassendere geopolitische Ziele zu verfolgen.
EXPORT- UND ZOLLPRAXIS KOMPAKT
Betriebliche Zollbeauftragte – Teil 2: Aufgaben, Qualifikationen, Haftungsrecht und die Auswirkungen des neues Exportstrafrechts
Der Staat legt großen Wert auf die korrekte Einhaltung öffentlicher Pflichten. Die Zuweisung entsprechender Verantwortlichkeiten an betriebliche Personen bildet ein wesentliches Element der internen Compliance-Strukturen.
Exportkontrollrechtliche Anforderungen bei der Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen – Was müssen Unternehmen beim Einstieg in den Rüstungssektor beachten?
Die aktuellen Entwicklungen in der Weltpolitik machen auch vor deutschen Industrieunternehmen nicht Halt. Während der Maschinenbau, die Automobilbranche und viele weitere Industriezweige darben, boomt die Rüstungsindustrie. Die logische Konsequenz daraus ist, dass viele Unternehmen, die bislang nur im zivilen Bereich tätig waren, auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern die Rüstungsindustrie als Alternative entdecken.
CBAM – CO₂-Grenzausgleich und seine Auswirkungen auf die Zollabwicklung – CBAM verändert die Zollabwicklung in der EU grundlegend
Seit dem 01.10.2023 müssen Importeure bestimmter CO₂-intensiver Waren zusätzliche und teils aufwendige Meldepflichten erfüllen. Die Übergangsfrist endete 2025, nun gilt seit Januar 2026 das vollständige Zertifikatesystem.
Exporte nach Afrika – viel Potenzial, viele Hürden? – Welche Chancen und welche Herausforderungen bestehen bei Exporten nach Afrika – rechtlich, logistisch, kulturell?
Afrika gilt zunehmend als interessanter Wirtschaftsraum für europäische Unternehmen. Das Potenzial ist groß: Steigende Bevölkerungszahlen, zunehmende Urbanisierung, wachsender Mittelstand und rapide umgesetzte Digitalisierung bieten neue Märkte für Investitionsgüter aus Europa. Gleichzeitig bietet es sich an, Dienstleistungen wie Business Process Outsourcing (BPO – IT-Auslagerungen) aus afrikanischen Ländern in europäische Unternehmen zu integrieren. Dabei stellen rechtliche Unsicherheiten, logistische Herausforderungen und kulturelle Unterschiede Unternehmen vor große Hürden.
ARBEITSHILFEN
Checkliste zum systematischen Compliance- und Abgabenmanagement im Zollbereich
Checkliste zu CBAM – CO₂-Grenzausgleich und seine Auswirkungen auf die Zollabwicklung
Checkliste für die Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen
Checkliste zu Exporten nach und BPO-Aktivitäten mit Afrika
Checkliste Informationsquellen im Internet
LÄNDERHINWEISE
Serbien
ENGLISH FOR BUSINESS
SACU’ s trade relations – Doing business with the world’ s oldest customs union
Die Zollunion des Südlichen Afrikas (SACU) wurde bereits 1910 gegründet und ist somit die weltweit älteste bestehende Zollgemeinschaft. Zu den Mitgliedstaaten dieses Zollverbunds gehören Botswana, Eswatini, Lesotho, Namibia und Südafrika. Durch den Abbau regionaler Handelshemmnisse untereinander soll der innergemeinschaftliche Handel erleichtert und ausgebaut werden. Nach außen hin hat die SACU-Region als gemeinsamer Markt zahlreiche Handelsabkommen geschlossen, um die Integration in die Weltwirtschaft voranzutreiben.
GASTBEITRAG
Von Zollrisiken zum strategischen Wettbewerbsvorteil – Effektiver KI-Einsatz bei unsicherer Regulierungslage
Inmitten diverser Unsicherheitsfaktoren wie Strafzöllen, Lieferkettenunterbrechungen und sich stets wandelnder Regulatorik ist bei vielen Unternehmen der erste Impuls, bei Investitionen „auf die Bremse zu drücken“. Warum dies gerade hinsichtlich neuer Technologien nicht immer sinnvoll ist und an welchen Stellen sich ein langer Atem auszahlen kann.
Navigieren im internationalen Handelsumfeld
Export verlangt mehr Transparenz, Flexibilität und interdisziplinäres Know-how
Liebe Leserinnen und Leser,
Exportverantwortliche stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen: Die Regelvielfalt im globalen Handel hat deutlich zugenommen und verlangt von Unternehmen mehr denn je eine strukturierte Handelssteuerung. Das betrifft nicht nur klassische To-dos wie die Aktualisierung von Stammdaten oder die Organisation interner Audits, sondern auch den Umgang mit dynamischen Sanktionslisten, Exportkontrollen und den Anforderungen des neuen Exportstrafrechts. Im Titelthema erfahren Sie, wie Sie Zoll- und Handelscompliance bereichsübergreifend in Angebots-, Beschaffungs- und Produktionsentscheidungen integrieren.
Betriebliche Zollbeauftragte stehen dabei besonders im Fokus: Sie sorgen für die Einhaltung komplexer Vorschriften, kommunizieren mit Behörden und müssen sich stetig weiterbilden. Ihre Rolle ist damit unverzichtbar für die Sicherstellung rechtskonformer Prozesse, insbesondere bei vereinfachten Zollverfahren und der Nutzung von Präferenzregelungen. Nach Teil 1 in der Februar-Ausgabe 2026 erfahren Sie nun in Teil 2 u. a., was Sie zum Haftungsrecht und zu den Auswirkungen des neues Exportstrafrechts wissen müssen.
Neue regulatorische Anforderungen wie das CBAM-Zertifikatesystem rücken zusätzlich die Themen Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanzen ins Zentrum der Zollabwicklung. Als Unternehmen müssen Sie interne Abläufe auf die neuen Meldepflichten abstimmen und Lieferanten zur Bereitstellung relevanter Daten verpflichten. Wie Sie proaktiv vorgehen und die CBAM-Waren frühzeitig identifizieren, erfahren Sie von unserer Expertin.
Wer die aktuellen Herausforderungen systematisch angeht und die Chancen auf Basis verlässlicher Informationen abwägt, legt den Grundstein für nachhaltigen Erfolg im internationalen Handel. Dazu erwarten Sie noch viele spannende Themen, u. a.:
– Exportkontrollrechtliche Anforderungen bei der Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen
– Exporte nach Afrika – viel Potenzial, viele Hürden?
– Von Zollrisiken zum strategischen Wettbewerbsvorteil: Effektiver KI-Einsatz bei unsicherer Regulierungslage
Viel Freude beim Lesen der neuen Ausgabe!
Ihre Kristina Schnitzlein
Chefredaktion ZOLL.EXPORT