Ausgabe Oktober 2017

AUSZUG AUS DEM INHALT:

TITELTHEMA
Mischsendungen mit Ursprungs- und Nicht-Ursprungsware – Durchblick im Vorschriften- und Dokumentendschungel
Für Mischsendungen mit Ursprungs- und Nicht-Ursprungsware gibt es je nach Bestimmungsland unterschiedliche Vorschriften. Mit IT-Unterstützung können komplexe Ursprungsregeln, Präferenzberechtigungen, Ursprungs- und Lieferantenerklärungen relativ einfach gemanagt sowie Zollerklärungen und Rechnungen rechtskonform ausgestelltwerden.

EXPORT- UND ZOLLPRAXIS KOMPAKT
Akkreditivkonforme Dokumente – Sichere Realisierung von Akkreditiverlösen
Akkreditivkonforme Dokumente stellen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Inanspruchnahme eines Akkreditivs dar. Die Rechtsgrundlagen hierfür sind in den Akkreditivrichtlinien der Internationalen Handelskammer verankert, für deren Auslegung sie einen Leitfaden herausgegeben hat. Die entscheidende Weichenstellung zur Realisierung des Akkreditiverlöses wird jedoch bereits im Exportvertrag vorgenommen.

Neue Kundenkontakte im Ausland – Hindernisse und erste Schritte
Ausländische Interessenten, die an „Made in Germany“-Produkten interessiert sind, gibt es viele – und das nicht ohne Grund: Deutschland ist mehrfacher Export-Weltmeister und globaler Vorreiter für Innovation und Fortschritt. Große Unternehmen und Konzerne zeigen uns tagtäglich, wie erfolgreicher Export deutscher Markenprodukte funktioniert. Kleine und mittelständische Unternehmen scheuen sich jedoch noch häufig davor, ihre Produkte im Ausland zu vermarkten, und lassen sich damit das ein oder andere erfolgreiche Geschäft entgehen.

CETA-Freihandelsabkommen – Altbekanntes gespickt mit viel Neuem
Es waren viele Hürden zu überspringen und Klippen zu umschiffen, bis das Comprehensive Economic and Trade Agreement, besser bekannt unter dem Begriff CETA-Abkommen, zwischen der Europäischen Union (EU) und Kanada festgezurrt werden konnte. Seit dem Jahr 2009 hatten Kanada und die EU über ein umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen verhandelt. Im September 2014 während des EU-Kanada-Gipfels in Ottawa wurde schließlich der Verhandlungsabschluss bekannt gegeben.

Chinas 13. Fünfjahresplan – Implikationen für Cleantech-Unternehmen
Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas war in der Vergangenheit sehr eng an die Fünfjahrespläne und der damit verbundenen Energiestrategie des Landes gekoppelt. In den letzten Jahrzehnten gelang es China, angetrieben durch Massenproduktion und fossile Brennstoffe, zu einer weltweit führenden Wirtschaftsmacht zu werden. Dieses rasante Wachstum der letzten 30 Jahre führte allerdings zu einer ungleichen Entwicklung der verschiedenen Industriezweige und zu einem unausgeglichenen chinesischen Markt, mit erheblichen ökologischen Problemen.

Luftfrachtsicherheit und AEO – Gegenseitig anerkannt oder doch nicht?
Seit Augst 2014 gilt die gegenseitige Anerkennung der Luftfrachtstatus bekannter Versender/reglementierter Beauftragter und der zollrechtlichen Bewilligung bzw. des Status AEO S/F. Ist ein Unternehmen, das über einen der Status verfügt, damit automatisch im jeweils anderen zugelassen? Worin liegen die Herausforderungen und worauf sollten Unternehmen achten?

ARBEITSHILFEN
Checkliste zu Mischsendungen mit Ursprungs- und Nicht-Ursprungswaren
Checkliste zu akkreditivkonformen Dokumenten
Checkliste zum Vorgehen bei neuen Kundenkontakten im Ausland
Checkliste zur Anwendung des CETA-Abkommens
Übersicht zur gegenseitigen Anerkennung Luftfrachtsicherheit/AEO

LÄNDERHINWEISE
Argentinien

ENGLISH FOR BUSINESS
Customs debt extinguishment – Old and new options of dealing with customs debts

NACHGEFRAGT
Lebensmittelzertifizierungen für China
Der chinesische Lebensmittelmarkt hat weltweit das größte Volumen erreicht. Ursachen dafür sind vor allem die hohe Bevölkerungszahl, das steigende Einkommen, die Urbanisierung sowie die sich wandelnden Ernährungsgewohnheiten. Dabei versorgt China mit 9 % der weltweiten Agrarflächen rund 20 % der Weltbevölkerung und ist einer der Hauptakteure im weltweiten Nahrungsmittelhandel.

Go green
Welche Chancen die neue Energiestrategie Chinas für deutsche Unternehmen bietet

In Deutschland und den USA schlägt der Dieselskandal derzeit hohe Wellen und bewirkt eine noch schnellere Entwicklung der Elektro-Mobilität als bisher. Auch China setzt auf seine neue Energiestrategie, die im 13. Fünfjahresplan beschlossen wurde. Prägten in den letzten Jahrzehnten Massenproduktion und fossile Brennstoffen die Wirtschaftsmacht, soll nun, auch aufgrund der drängenden ökologischen Probleme, der Wandel hin zu einer auf Technologie und Innovation basierenden Wirtschaft gelingen.

Bis zum Jahr 2020 sollen u. a. der Energieverbrauch gesenkt und die Kohleproduktion verringert werden. Der Einsatz von Wind- und Solarenergie hingegen wird gefördert und Milliarden in Forschung und Entwicklung gesteckt.

Es sind ehrgeizige Pläne, die sich das Land des Drachen gesetzt hat. Für ausländische Unternehmen bieten sich damit künftig gute Absatzmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen Abfallentsorgung und Recycling, Luft- und Gewässerreinhaltung, Bodenaufbereitung und Elektroautos.

Erfahren Sie mehr über die Chancen, die die neue Energiestrategie Chinas für Ihr Unternehmen bietet, im Kompaktartikel „Chinas 13. Fünfjahresplan – Implikationen für Cleantech-Unternehmen“.

In der Rubrik „Nachgefragt“ haben wir außerdem Herrn Fischer von Cisema HK Ltd. nach den Zertifizierungsvorschriften für Lebensmittel in China befragt.

Das Redaktionsteam der ZOLL.EXPORT wünscht Ihnen viel Freude beim Lesen der Oktober-Ausgabe 2017.

Gabriele Götz
Chefredaktion ZOLL.EXPORT