AKTUELLES

USMCA-Abkommen soll am 01.07.2020 in Kraft treten

Foto (Header): © bluebay2014 – stock.adobe.com

Ende 2018 hatten die Staats- und Regierungschefs von Kanada, Mexiko und den USA den USMCA-Vertrag am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires unterzeichnet. Nach der letzten noch ausstehenden Ratifizierung durch Kanada im März 2020 soll das Abkommen nun am 01.07.2020 in Kraft treten.

Zuletzt gab es seitens der wichtigsten Verbände der Autoindustrie große Bedenken aufgrund der Corona-Pandemie. In einer gemeinsamen Pressemitteilung gaben sie zu Bedenken, dass inmitten der globalen Pandemie die Lieferketten erheblich gestört seien und die Branche alle verfügbaren Ressourcen auf die Steuerung der Produktion einsetze.

Was noch ausstehe, seien die einheitlichen Vorschriften für die Ursprungsregeln für Kraftfahrzeuge. Diese müssten erst noch erlassen werden, denn ohne sie blieben viele Fragen zur Interpretation der neuen Regeln offen.

Das Abkommen sieht vor, dass nach einer Übergangsfrist von drei bis fünf Jahren nur noch Fahrzeuge mit einer regionalen Wertschöpfung von mindestens 75 % zollfrei innerhalb Nordamerikas gehandelt werden können. Auch für Komponenten soll diese Mindestregelung gelten, sodass u. a. Motoren oder Batterien, Getriebe und Lenksysteme künftig vermehrt in Nordamerika gefertigt werden. Für die verwendeten Rohstoffe Stahl und Aluminium gilt, dass mindestens 70 % aus der Region stammen müssen. Der US-Verband Motor & Equipment Manufacturers Association (MEMA) hat zu dem Abkommen eine gute Übersichtsgrafik erstellt, die die verschiedenen Phasen gut darstellen: https://www.mema.org/usmca-0

(Quellen: www.gtai.de; https://www.mema.org/)

JETZT ABONNENT WERDEN UND KEINE AUSGABE VERPASSEN:

ZOLL.EXPORT

Die Zeitschrift für Verantwortliche
in der Zoll- und Exportabwicklung